Versandhausberater: Payment-Konzepte für Multichannel-Händler 19. Mai 2014

Online-Händler verbinden ihr Geschäftsmodell verstärkt mit stationären Präsenzen, so etwa mit Popup- Stores wie Mymuesli oder Showrooms wie Urbanara. Der stationäre Handel baut umgekehrt auf Online- Präsenzen, um Umsätze zu verbessern. Händler sehen im Multichannelling eine Wachstumschance. Zurecht, denn ein Online-Shop erreicht zum einen deutlich mehr Menschen und hat nachweisbar positive Auswirkungen auf das Offline- Geschäft.

Umgekehrt kann ein lokaler Shop sich positiv auf den Online-Verkauf und die Markenbekanntheit auswirken. Doch Multichannel bedeutet nicht nur online und offline. Der Käufer von heute sitzt nicht nur vor dem Heim-Computer, immer öfter shoppt er per Smartphone oder Tablet. Die Herausforderung für den Händler: Produktangebot, Pricing, Usability und die Payment-Lösung sollten auf allen Kanälen gleich sein.

Viele Kanäle zum Shoppen, nur ein System zum Bezahlen

Die Vereinheitlichung gilt also auch für das Zahlungssystem, das unabhängig vom Endgerät anwendbar sein sollte. Ein einheitliches Look and Feel im Mobilwie auch im Webshop wirkt sich direkt positiv auf die Conversion-Rate aus. Spezialisierte Payment-Anbieter bieten eine problemlose Abwicklung über mehrere Kanäle hinweg aus einem Guss an. Sie liefern das Know-how und die Expertise, um mögliche Risiken vorab zu prüfen und die Zahlung sicher und flexibel abzuwickeln.

Auch das Ausfallrisiko übernimmt in vielen Fällen der Payment-Anbieter. So kann sich der Händler ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Das Service-Versprechen, dass der Kunde überall erst die Ware erhält und anschließend bezahlt, ermöglicht eine schnelle Kaufentscheidung und häufig auch eine langfristige Kundenbindung. Denn die Deutschen bezahlen am liebsten auf Rechnung, unabhängig vom Produkt oder der Branche des jeweiligen Anbieters.

Rechnungskauf kann auf allen Vertriebskanälen, auch direkt am Point of Sale (POS) angeboten werden. Bei Butlers beispielsweise können Kunden seit kurzem über eine iPad-Anwendung auch in den Filialen per Rechnung zahlen. Germanwings ermöglicht die komfortable Bezahlung auch mobil per App. Viele Anbieter bieten den Rechnungskauf auch per Telefon an. Alle diese Anbieter erfahren eine klare Umsatzsteigerung, vor allem durch die Ansprache neuer Zielgruppen. Payment-Anbieter sollten auf ein eigenes Branding verzichten. Ein unbekanntes Logo könnte Kunden unnötig abschrecken.

In vielen Fällen zieht sich das Vertrauen in die Zahlungsabwicklung weiter bis hin zum Kundendienst. Ein Payment-Anbieter sollte eine faire, seriöse und lösungsorientierte Kundenkommunikation anbieten, die im Falle von Rückfragen nur im Namen der Marke stattfindet. Hierbei ist wichtig, dass die Mitarbeiter im Customer Support Center die jeweiligen Händler in deren Namen kundenfreundlich und professionell unterstützen.

Anpassung des Bezahlsystems an andere Märkte

Immer mehr Händler entscheiden sich für einen professionellen Payment-Partner. Dabei stehen dessen qualitativ hochwertiger und nachhaltiger Service im Fokus. Händler wissen, dass sie sich auf die Vereinheitlichung von Shop und Produkten auf den diversen Kanälen konzentrieren müssen.

Die Zahlungsanbieter übernehmen derweil die Abwicklung aus einem Guss. Mit einem Payment-Experten an Bord werden Online-Händler ideal die gemeinsamen Synergien nutzen können: Die Anpassung des Bezahlsystems an andere Märkte oder das Erweitern um andere Zahlmethoden und Verkaufskanäle kann schnell und effizient umgesetzt werden. Zudem werden die Payment-Optionen der bestehenden Kanäle kontinuierlich optimiert und weiterentwickelt.

Über den Autor: Miriam Wohlfarth ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin des Zahlungsanbieters Ratepay. Mit mehr als vierzehn Jahren Erfahrung im Bereich Online-Payment zählt sie zu den Pionieren der E-Commerce-Branche.

 

Quelle: Versandhausberater