Pay Later Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen

Pay Later Nutzungsbedingungen

Vertragsschluss

Wir bieten Ihnen mit Pay Later die Möglichkeit, mit uns eine Verlängerung Ihrer Zahlungsfrist für noch offene Forderungen zu vereinbaren.

Dazu können Sie sich im Kundenportal MyRatePay unter Angabe der für den Kauf verwendeten E-Mail-Adresse und eines von uns vergebenen Ratepay-Verwendungszwecks (auf jeder Zahlungserinnerung angegeben) einloggen und die offene Forderung auswählen. Bitte beachten Sie, dass wir uns vorbehalten, in Einzelfällen eine Verlängerung Ihrer Zahlungsfrist abzulehnen, beispielsweise für Forderungen, die bereits an ein Inkassounternehmen abgegeben wurden.

 

Für die Verlängerung Ihrer Zahlungsfrist haben Sie ein Entgelt zu zahlen, das Ihnen bei der Auswahl der gewünschten Verlängerung angezeigt wird. Das Entgelt wird dem Betrag der offenen Forderung hinzugerechnet und zum Ablauf der verlängerten Zahlungsfrist für die offene Forderung zur Zahlung fällig. Sie können den offenen Betrag auch bereits vor Fälligkeit begleichen.

 

Ein wirksamer Vertrag mit uns kommt zustande, sobald Sie auf den Button „Zahlungspflichtig bestellen“ klicken. Wir senden Ihnen nach Vertragsschluss eine E-Mail mit der Höhe der Gesamtforderung (offene Forderung und Entgelt), den Einzelheiten zur Zahlung und der neuen Zahlungsfrist.

 

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Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen mittels einer eindeutigen Erklärung widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung auf einem dauerhaften Datenträger, jedoch nicht vor Vertragsschluss und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246b § 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 246b § 1 Absatz 1 EGBGB. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs, wenn die Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Brief, Telefax, E-Mail) erfolgt. Der Widerruf ist zu richten an:

Ratepay GmbH, Franklinstr. 28-29, 10587 Berlin, Deutschland

Fax: 030-9832086-90

E-Mail: paylater@ratepay.de

Telefonnummer: 030-9832086-55

 

Folgen des Widerrufs

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren. Sie sind zur Zahlung von Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Dienstleistung verpflichtet, wenn Sie vor Abgabe Ihrer Vertragserklärung auf diese Rechtsfolge hingewiesen wurden und ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor dem Ende der Widerrufsfrist mit der Ausführung der Gegenleistung beginnen. Besteht eine Verpflichtung zur Zahlung von Wertersatz, kann dies dazu führen, dass Sie die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen für den Zeitraum bis zum Widerruf dennoch erfüllen müssen. Ihr Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben. Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden. Die Frist beginnt für Sie mit der Absendung Ihrer Widerrufserklärung, für uns mit deren Empfang.

 

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

 

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Zahlungsverzug

Wenn Sie nach Zugang der Zahlungsaufforderung nicht spätestens bei deren Fälligkeit bezahlen, geraten Sie auch ohne gesonderte Mahnung in Verzug, es sei denn, die Zahlung unterbleibt infolge eines Umstandes, den Sie nicht zu vertreten haben. Befinden Sie sich in Verzug, ist Ratepay berechtigt, für jede Mahnung eine angemessene Mahngebühr sowie Verzugszinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank zu berechnen, soweit Sie nicht nachweisen können, dass lediglich ein geringerer Schaden entstanden ist.

 

Erklärung betreffend alternativer Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten:

Die EU-Kommission bietet die Möglichkeit zur Online-Streitbeilegung auf einer von ihr betriebenen Online-Plattform. Diese Plattform ist über den externen Link http://ec.europa.eu/consumers/odr/ zu erreichen. Wir sind zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder bereit noch verpflichtet.

 

Speicherung des Vertragstextes

Den Vertragstext mit den Bestelldaten speichern wir; dieser steht Ihnen nach Abschluss der Bestellung im Kundenportal MyRatePay zur Verfügung.

Stand: 28. Januar 2020

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Ratepay Datenschutzbestimmungen

 

1  INFORMATIONEN ÜBER RATEPAY

Ratepay GmbH („Ratepay“) bietet individuelle Lösungen im Bereich Onlinezahlungen für eine Vielzahl von Onlinehändlern („Onlinehändler“) an. Onlinehändler können die Zahlungsarten von Ratepay für ihre jeweiligen E-Commerce-Angebote und auf Online-Handelsplattformen (sog. Marktplätze) nutzen. Werden die von Ratepay angebotenen Zahlungsarten genutzt, so übernimmt Ratepay das Kreditrisiko im Zusammenhang mit dem Geschäft dadurch, dass die Onlinehändler ihre Kaufpreisansprüche an Ratepay abtreten.

Dabei verarbeitet Ratepay personenbezogene Daten. Diese Datenschutzbestimmungen informieren Sie umfassend über die Verarbeitung personenbezogener Daten und Datenschutzrechte bei der Nutzung des Online-Zahlungssystems von Ratepay.

Soweit die Bearbeitung von Zahlungsvorgängen betroffen ist, ist Ratepay GmbH Verantwortlicher im Sinne der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), Franklinstraße 28-29, D-10587 Berlin, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter HRB 124156 B („wir“, „uns“ oder „Ratepay“). Davon ausgenommen ist die weitere Bearbeitung von Zahlungsvorgängen im Zusammenhang mit der Zahlungsart Ratepay-Ratenzahlung, für die unsere Partnerbank, die Wirecard Bank AG, Einsteinring 35, 85609 Aschheim, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 161178 („Wirecard Bank“) Verantwortlicher im Sinne der DSGVO ist, nachdem die entsprechende Forderung an die Wirecard Bank abgetreten worden ist und die der Forderung zugrunde liegenden personenbezogenen Daten der Wirecard Bank übermittelt worden sind. Die diesbezüglichen Datenschutzhinweise der Wirecard Bank können hier eingesehen werden. [https://www.wirecardbank.de/privacy-documents/datenschutzhinweis-fur-die-wirecard-zahlarten/]

Wir haben keinen Einfluss auf die Datenverarbeitung durch Onlinehändler, Marktplätze und die Wirecard Bank. Prüfen Sie daher bitte die Datenschutzhinweise der Onlinehändler, der Marktplätze und der Wirecard Bank auf den jeweiligen Websites.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit an das Datenschutzteam von Ratepay wenden:

Ratepay GmbH

– Datenschutz –

Franklinstraße 28-29

D-10587 Berlin

datenschutz@ratepay.com

 

Unser Datenschutzbeauftragter ist wie folgt erreichbar:

ISiCO Datenschutz GmbH

– Datenschutzbeauftragter Ratepay –

Am Hamburger Bahnhof 4

10557 Berlin

 

2  WARUM VERARBEITET RATEPAY IHRE DATEN?

2.1  Der Onlinehändler stellt Ihnen für Ihre Bestellung eine oder mehrere Ratepay-Zahlungsarten zur Verfügung. Dabei arbeitet der Onlinehändler mit Ratepay zusammen.

2.2  Kaufpreisansprüche, die aus dem Vertrag zwischen Ihnen und dem Onlinehändler entstehen, werden in weiterer Folge an Ratepay abgetreten, wenn eine Ratepay-Zahlungsart genutzt wird (Factoring).

2.3  Das Anbieten verschiedener Ratepay-Zahlungsarten erfordert die Verarbeitung Ihrer Daten. Nähere Informationen dazu finden Sie in den folgenden Datenschutzbestimmungen.

 

3  WELCHE DATEN WERDEN VERARBEITET?

3.1  Zu vorgenannten Zwecken erhebt und verarbeitet Ratepay folgende Daten über Sie:

3.1.1  Persönliche Daten: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer.

3.1.2  Kontodaten (bei Lastschriften): Kontoinhaber, IBAN, BIC/SWIFT, Kreditinstitut.

3.1.3  Bestelldaten: Daten zu Ihren derzeitigen, früheren und/oder zukünftigen Bestellungen beim Onlinehändler oder dem Marktplatz sowie anderen Onlineshops oder Marktplätzen, mit denen Ratepay zusammenarbeitet, wie z.B. Angaben zu den Produkten und von Ihnen ausgewählte Ratepay-Zahlungsarten.

3.1.4  Bonitätsdaten: Daten, insbesondere von Auskunfteien und anderen Kooperationspartnern, die Auskunft über Ihre Bonität geben, wie z.B. Angaben zu vollstreckbaren Forderungen gegen Sie sowie sonstige Bonitätsdaten, stets vorbehaltlich dessen, dass die Nutzung dieser Daten datenschutzrechtlich zulässig ist.

3.1.5  Sanktions- und PEP-Listen: Abgleich Ihrer Angaben mit Listen von sanktionierten und politisch exponierten Personen. Diese Listen enthalten Informationen wie Namen, Geburtsdatum, Geburtsort, Beruf oder Stellung und den Grund für die Aufnahme in die Liste.

3.1.6  Technische Daten: Daten zu Eigenschaften des von Ihnen genutzten Endgeräts, wie z.B. die IP-Adresse, Browserversion, Spracheinstellungen („gerätespezifische Daten“) und Daten zur Nutzung der Websites des Marktplatzes.

3.2  Wie erheben diese Daten vom Onlinehändler hauptsächlich, um Ihre Bestellung bei dem Onlinehändler zu bearbeiten, mit dem Sie einen Vertrag schließen. Ferner erheben wir Daten zur Bonität von Auskunfteien sowie Informationen von Dienstleistern zu Zwecken der Bekämpfung von Betrug.

 

4  RISIKOANALYSE BEI RATEPAY

4.1  Bei unserer Risikoanalyse verarbeiten wir Ihre Daten, um festzustellen, ob Sie in der Lage sein werden, Ihren Zahlungspflichten nachzukommen, und um Sie vor Betrügern zu schützen, die versuchen könnten, Ihre Daten zur Begehung von Straftaten zu verwenden. Dazu bestimmen wir die Wahrscheinlichkeit einer ordnungsgemäßen Bezahlung im Zusammenhang mit Ratepay-Zahlungsarten.

4.2  Um diese Risikoanalyse durchführen zu können, übermittelt der Onlinehändler Ihre Daten an Ratepay. Je nach dem Ergebnis der Risikoanalyse können Sie die jeweilige Ratepay-Zahlungsart nutzen.

4.3  Im Falle von Zahlungsvorgängen im Zusammenhang mit der Zahlungsart Ratepay-Ratenzahlung übermitteln wir die Ergebnisse dieser Risikoanalysen im Vorfeld der Forderungsabtretung an die Wirecard Bank.

4.4  Bei der Durchführung der Risikoanalyse bei Ratepay-Zahlungsarten ermittelt Ratepay die Wahrscheinlichkeit einer ordnungsgemäßen Bezahlung (das „Analyseergebnis“). Das Analyseergebnis wird auf Grundlage unserer Erfahrung im Bereich Onlinezahlungen sowie der Zahlungsart und einer mathematisch-statistischen Auswertung folgender Daten ermittelt:

  1. a) Informationen zur aktuellen Bestellung (Preis der Waren oder Dienstleistungen, Angaben zum Käufer oder zur Person, die den Dienst nutzt, Warenkorbebene, technische Daten),
  2. b) Information zu bereits mittels einer Ratepay-Zahlungsart getätigten Bestellungen,
  3. c) Angaben zu Ihrer Anschrift,
  4. d) Information von Auskunfteien, sogenannte „credit scores“ (z.B. Schufa), sowie Bonitätsinformationen. Wird einer Ratepay-Zahlungsart zugestimmt, so werden Bonitätsdaten, einschließlich des Analyseergebnisses und der Daten, auf denen die Auswertung beruht, in einem Zeitraum von zwölf Monaten verwendet, um sicherzustellen, dass die Auswertungen in Risikoanalysen mit einfließen, sofern Sie sich erneut für eine Ratepay-Zahlungsart entscheiden.

4.5  Auf Grundlage des Analyseergebnisses trifft der Onlinehändler die Entscheidung, ob Ihnen die gewünschte Ratepay-Zahlungsart angeboten werden kann. Dazu übermittelt Ratepay dem Onlinehändler die Information, ob das Ergebnis der Risikoanalyse positiv oder negativ ausgefallen ist. Außerdem übermittelt Ratepay dem Onlinehändler in bestimmten Fällen auch den Grund für ein negatives Analyseergebnis (z.B. eine fehlerhafte Adresseingabe oder unzureichende Bonität). Diese Übermittlung ermöglicht es dem Onlinehändler unnötige Ablehnungen hinsichtlich der gewählten Ratepay-Zahlungsart zu vermeiden, etwa indem er seine Kunden auf Fehler bei der Eingabe der Versandadresse hinweist. Der Onlinehändler hat zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Daten, auf denen die Risikoanalyse beruhte, sofern er diese nicht selbst an Ratepay übermittelt hat.

4.6  Sollte es nicht möglich sein, Ihnen eine Ratepay-Zahlungsart anzubieten, so werden Ihre Daten zur betreffenden Bestellung in einem Zeitraum von sechs Monaten verwendet. Dies erlaubt es uns, Doppelanfragen von Auskunfteien zu vermeiden, und dient daher auch Zwecken der Datenminimierung.

4.7  Mit der Verarbeitung Ihrer Daten zur Risikoanalyse schützen wir Sie vor einer möglichen Überschuldung, betrügerischer Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten sowie uns selbst vor einem Ausfallrisiko. Die Verarbeitung von Daten erfolgt nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO auf Grundlage berechtigter Interessen.

 

5  ZUSAMMENARBEIT MIT AUSKUNFTEIEN

Neben den vorgenannten anderen Datenkategorien beruht das Analyseergebnis auch auf den Scorings und Ratings von Auskunfteien. Scorings und Ratings sind statistisch begründete Schätzwerte über das künftige Risiko eines Zahlungsausfalls bei einer Person und werden als Zahlenwert dargestellt. Zur Einholung dieser Bewertungen von den Auskunfteien übermittelt Ratepay den Auskunfteien zunächst Daten im Zusammenhang mit dem Abschluss Ihres Vertrags mit dem Onlinehändler.

Wird die Zahlung an uns im Zusammenhang mit der Ratepay-Zahlungsart nicht korrekt ausgeführt, so übermitteln wir die Informationen zu diesem Verzug an die Auskunfteien.

Diese Verarbeitung ist im Interesse sämtlicher Teilnehmer am Wirtschaftsleben, der Vermeidung von Zahlungsverzug und einer Überschuldung von Verbrauchern und Schuldnern und beruht daher auf Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO.

Die Liste der Auskunfteien, mit denen Daten ausgetauscht werden können, finden Sie hier [https://www.ratepay.com/legal-creditagencies]

 

6  DATENVERARBEITUNG BEI DER VERTRAGSERFÜLLUNG

6.1  Wir verarbeiten Ihre Daten auf soweit dies erforderlich ist für den Zweck des Kaufs und der Forderungsabtretung aus der Vertragsbeziehung zwischen Ihnen und dem Onlinehändler, um den darauf folgenden Zahlungsvorgang durch Ratepay zu bearbeiten und im Zusammenhang mit Kontaktaufnahmen im vertraglichen Kontext. Insbesondere verarbeiten wir Ihre Kontodaten, um Lastschriften einzulösen, sowie Ihre Anschrift und E-Mail-Adresse, damit wir Ihnen Zahlungsinformationen zusenden können. Erforderlichenfalls übermitteln wir Daten in diesem Zusammenhang zu diesem Zweck an Banken und Zahlungsdienstleister, etwa im Falle von Zahlungsvorgängen im Zusammenhang mit der Zahlungsart Ratepay-Ratenzahlung an die Wirecard Bank. Diese Verarbeitung ist erforderlich für die Vertragserfüllung und beruht auf Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO.

6.2  Zur Durchsetzung offener Forderungen übermitteln wir Ihre Daten an Inkassobüros, die dann die weitere Forderungseintreibung in eigener Verantwortung übernehmen. Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist unser berechtigtes Interesse an der Einziehung offener Forderungen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO.

6.3  Zu Konzernsteuerungszwecken können wir Ihre Daten an unsere Konzernunternehmen übermitteln. Dies dient u.a. der Liquiditätsplanung und Konsolidierung auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO.

6.4  Zum Teil übermitteln wir die Informationen, die für Ihren Bestellvorgang und den Zahlungsvorgang erheblich sind, an den Onlinehändler. Onlinehändler benötigen diese Informationen, um zu beurteilen, ob Gewährleistungsansprüche vorliegen oder um Informationen über Ihre Bestellung oder Kundendienstleistungen anzubieten. Diese Verarbeitung beruht daher auf Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO (berechtigtes Interesse) bzw., soweit es sich um Vertragsinformationen handelt, auf Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO.

 

7  BEKÄMPFUNG VON BETRUG

7.1  Um den Missbrauch Ihrer Daten auszuschließen und finanzielle Verluste zu vermeiden, verarbeiten wir Ihre Daten, um betrügerische Handlungen auf Grundlage ungewöhnlichen Nutzungsverhaltens feststellen zu können. Zur Auswahl von Dienstleistern und um Betrugsfälle im Vorfeld feststellen und vermeiden zu können, übermitteln wir Ihre Daten an entsprechende Dienstleister mit denen wir zusammenarbeiten, die Ihre technischen Daten sowie die Bestelldaten einer Plausibilitätsprüfung unterziehen, beispielsweise um das Betrugsrisiko bei Bestellungen an eine andere Anschrift zu beurteilen. Zur Verbesserung der Betrugserkennung werden erkannte Betrugsfälle ggf. an Dienstleister zurückgemeldet.

7.2  Betrugsbekämpfungsmaßnamen beruhen u.a. auf Informationen dahingehend:

(a)  ob das Endgerät des Nutzers derzeit durch eine Proxy-Verbindung kommuniziert oder dies in der Vergangenheit getan hat,

(b)  ob sich das Endgerät kürzlich durch verschiedene Internetdienstanbieter eingewählt hat,

(c)  ob sich die Geo-Referenzierung des Endgeräts häufig ändert,

(d)  wie viele Internet-Transaktionen kürzlich durch das Gerät getätigt wurden (ohne die Möglichkeit, die Art der Transaktionen festzustellen),

(e)  mit welcher Wahrscheinlichkeit das in der Datenbank des Dienstleisters geführte Endgerät tatsächlich das Endgerät des Nutzers ist, und

(f)  ob vom Kunden bereitgestellte Informationen plausibel und schlüssig sind.

7.3  Die Verarbeitung zum Zwecke der Betrugsvermeidung erfolgt auf Grundlage von berechtigten Interessen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO insbesondere im Hinblick auf unsere Verpflichtungen zur Betrugsprävention als Zahlungsdiensteanbieter. Die Verarbeitung erfolgt daneben im Interesse des Schutzes Ihrer personenbezogener Daten vor unberechtigter Nutzung durch Dritte sowie im Interesse von Ratepay an der Vermeidung von Forderungsausfällen.

 

8  WEITERE VERARBEITUNGSZWECKE UND DIENSTLEISTER

8.1  Zur Herstellung eines Kontakts im Rahmen des Kundenservice (z.B. per E-Mail) nutzen wir Dienstleister, um durch automatisierte Verfahren Kosten einzusparen. Zur Sicherstellung des Schutzes Ihrer Daten haben wir diese Dienstleister in diesen Fällen vertraglich verpflichtet, Ihre Daten ausschließlich nach unseren Anweisungen zu verarbeiten.

Die Datenverarbeitung im Rahmen des Kundenservice ist im Interesse der Kommunikation mit Kunden und beruht auf Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO, soweit es sich um das Vertragsverhältnis und die Zahlungsabwicklung handelt und auf unserem berechtigten Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO), soweit es sich um allgemeine Anfragen handelt.

8.2  Um unserer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen, eingehende Zahlungen auf Geldwäscheverdacht zu prüfen, bedienen wir uns Dienstleistern. Diese Dienstleister sind vertraglich verpflichtet, Zahlungsdaten ausschließlich nach unseren Weisungen zu verarbeiten.

Im Übrigen ist die Verarbeitung zum Zwecke der Prüfung auf Geldwäscheverdacht zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen erforderlich und beruht auf Art. 6 Abs. 1 lit. c) DSGVO in Verbindung mit den sich aus dem Geldwäschegesetz ergebenden Sorgfaltspflichten.

8.3  Soweit es datenschutzrechtlich zulässig ist, können wir Ihre Daten auch für neue Zwecke etwa bei der Durchführung von Datenanalysen und bei der Weiterentwicklung unserer Services und Inhalte verwenden. Voraussetzung dafür ist, dass diese neuen Zwecke, für die die Daten genutzt werden sollen, bei der Erhebung der betreffenden Daten noch nicht feststanden bzw. noch nicht absehbar waren und die neuen Zwecke mit denjenigen Zwecken vereinbar sind, für die die betreffenden Daten ursprünglich erhoben worden sind. Beispielsweise können neue Entwicklungen im rechtlichen oder technischen Bereich und neuartige Geschäftsmodelle und Services zu neuen Verarbeitungszwecken führen.

 

9  ERFÜLLUNG GESETZLICHER PFLICHTEN

9.1  Wir werden erforderliche Informationen an Behörden wie Polizei, Steuerbehörden oder andere Stellen mitteilen, soweit wir gesetzlich dazu verpflichtet sind oder wir ein berechtigtes Interesse an der Mitteilung haben. Ein Beispiel für entsprechende, gesetzlich vorgeschriebenen Mitteilungen ist die Offenlegung zum Zwecke der Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung.

Soweit wir gesetzlich zur Mitteilung verpflichtet sind, beruht die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 lit. c) DSGVO. Im Übrigen ist unser berechtigtes Interesse gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO Grundlage der Verarbeitung.

 

10  EINWILLIGUNG

10.1  Falls Sie uns gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a) DSGVO eine Einwilligung in die Verarbeitung von personenbezogenen Daten erteilt haben, ist in erster Linie Ihre Einwilligung die Grundlage unserer Datenverarbeitung. Welche Ihrer Daten wir aufgrund Ihrer Einwilligung verarbeiten, hängt vom Zweck Ihrer Einwilligung ab.

 

11  ÜBERMITTLUNG VON DATEN AUSSERHALB DES EWR

Teilweise befindet sich die Unternehmenszentrale unserer Dienstleister außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Soweit eine Übermittlung personenbezogener Daten in Staaten außerhalb Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) erfolgt und für diese kein Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission verfügbar ist oder ein US-amerikanischer Dienstleister nicht unter dem EU-US Privacy Shield zertifiziert ist, verwenden wir Standarddatenschutzklauseln der Europäischen Kommission um ein angemessenes Datenschutzniveau zu gewährleisten. Eine Kopie oder die Fundstelle der geeigneten oder angemessenen Garantien können Sie unter o.g. Kontaktdaten erfragen.

 

12  AUFBEWAHRUNG UND SPEICHERUNG VON DATEN

12.1  RATEPAY bewahrt die über Sie im Zusammenhang mit der Anbahnung und der Bearbeitung des Vertrags erhobenen Daten fünf Jahre lang auf. Diese Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem der Vertrag geschlossen oder zumindest angebahnt wurde, und entspricht der gesetzlichen Verjährungsfrist für zivilrechtliche Ansprüche. Wir erfüllen daher unsere gesetzlichen Aufbewahrungspflichten als Zahlungsdienstleister gemäß § 30 ZAG.

12.2  Der Zugriff auf diese Daten unterliegt strengen Beschränkungen. Grundsätzlich haben unsere Mitarbeiter keinen Zugriff auf Bonitätsinformationen. Derartige, sich auf Zahlungsvorgänge im Zusammenhang mit der Zahlungsart Ratepay-Ratenzahlung beziehende Angaben können jedoch der Wirecard Bank auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden, sofern und soweit die Wirecard Bank diese Angaben benötigt, um einer gesetzlichen Pflicht oder behördlichen Anordnung nachzukommen. Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist unser diesbezügliches berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO).

12.3  Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden Ihre personenbezogenen Daten im Allgemeinen gesperrt und nach Ablauf der auf uns anwendbaren kaufmännischen und steuerlichen Vorschriften und/oder sonstigen gesetzlichen Aufbewahrungspflichten endgültig gelöscht oder anonymisiert. Danach ist es nicht mehr möglich, Rückschlüsse auf Ihre Person zu ziehen. Die anonymisierten Daten helfen uns allerdings dabei, unsere Risikoanalyse und unser Geschäftsmodell stetig zu optimieren. Wir haben daher ein berechtigtes Interesse an der Aufbewahrung und nachfolgenden Anonymisierung der Daten (Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO)

 

13  IHRE RECHTE IN BEZUG AUF DIE DATENVERARBEITUNG

13.1  Auskunftsrecht über Ihre verarbeiteten Daten (Art. 15 DSGVO)

Sie haben das Recht auf eine Auskunft darüber, welche Ihrer Daten von uns verarbeitet werden. sowie auf weitere Auskünfte gemäß Art. 15 DSGVO im Zusammenhang mit der Datenverarbeitung. Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne diese Daten und Informationen sowie Kopien dieser Daten zur Verfügung.

13.2  Recht auf Berichtigung Ihrer Daten (Art. 16 DSGVO)

Sie haben das Recht, die Berichtigung Ihrer Daten zu verlangen, falls diese unrichtig oder – unter Berücksichtigung der Zwecke der Verarbeitung – unvollständig sind.

13.3  Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO)

Sie haben ein Recht auf Löschung, sofern Daten nicht mehr benötigt werden, deren Verarbeitung unrechtmäßig ist oder einer der anderen der in Art. 17 DSGVO genannten Fälle zutrifft. In diesen Fällen werden wir Ihre Daten unverzüglich löschen.

13.4  Recht auf Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten (Art. 18 DSGVO)

Sie haben das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten in den in Art. 18 DSGVO genannten Fällen zu verlangen. Dies umfasst u.a. den Fall, dass wir Daten an Orten oder in einem Ausmaß verarbeiten, aufgrund dessen die Datenverarbeitung nicht mehr rechtmäßig ist. Ferner könnte der Umstand relevant sein, das Daten einer Aufbewahrungspflicht unterliegen und wir diese Daten daher nicht ohne weiteres löschen können. In diesem Fall schränken wir die Datenverarbeitung ein, soweit dies möglich ist. Allgemein bedeutet eine „Einschränkung“, dass die Daten zwar noch gespeichert werden, aber Mitarbeiter keinen Zugriff auf dies Daten mehr haben.

13.5  Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO)

Durch das „Recht auf Datenübertragbarkeit“ haben Sie das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in dem in Art. 20 DSGVO bezeichneten Format zu erhalten. Dies umfasst jedoch nicht jene Daten, die wir selbst als Folge der Verarbeitung selbst gewinnen (sog. Verarbeitungsergebnisse).

13.6  Widerspruchsrecht gegen die Arten der Verarbeitung, die auf Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO beruhen (Art. 21 DSGVO)

Wir stellen die auf Basis von Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO erfolgende Verarbeitung von Daten ein, wenn Sie der Verarbeitung widersprechen (z.B. per E-Mail oder telefonisch) und Ihr Widerspruch gerechtfertigt ist.

13.7  Widerrufsrecht (Art. 7 DSGVO)

Sie können die uns von Ihnen zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses zwischen Ihnen und dem Onlinehändler erteilten Einwilligungen jederzeit durch eine Mitteilung an Ratepay widerrufen (z.B. per E-Mail oder telefonisch). Wenn Sie Ihre Einwilligung widerrufen, werden Ihre Daten nicht mehr auf Grundlage dieser Einwilligung verarbeitet. Die Zulässigkeit der Datenverarbeitungen, die auf Grundlage Ihrer Einwilligung vor deren Widerruf vorgenommen wurden, wird durch den Widerruf nicht berührt; ebenso wird die Zulässigkeit von Datenverarbeitungen auf einer anderen rechtlichen Grundlage durch den Widerruf nicht berührt.

13.8  Beschwerderecht (Art. 77 DSGVO)

Sie haben das Recht, bei der Berliner Datenschutzbehörde (Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit) oder einer sonstigen für Datenschutzbehörde Beschwerde einzureichen.

 

14  INFORMATIONEN IM FALLE EINER ABLEHNUNG VON RATEPAY-ZAHLUNGSARTEN

Wie kann es zu einer Ablehnung kommen?

Auf Grundlage der Risikobewertung entscheidet der Onlinehändler automatisch, ob er Ihre Bestellanfrage annimmt oder ablehnt.

Es kann vorkommen, dass die Ratepay-Zahlungsarten für die Durchführung Ihres Kaufs für Ihre Bestellung nicht zur Verfügung stehen.

Neben Gründen hinsichtlich der Bonität kann es dafür auch andere Gründe geben:

–  Die Kombination aus Ihrem Namen und Ihrer Anschrift konnte nicht gefunden werden. Dies kann bei Schreibfehlern, Umzügen oder Eheschließungen der Fall sein.

–  Sie haben eine abweichende Lieferanschrift, eine Packstation oder eine Firmenadresse anstelle Ihrer eingetragenen Anschrift als Rechnungsadresse angegeben.

–  Der persönliche Einkaufsrahmen wurde mit der Bestellanfrage überschritten. Dazu kann es kommen, wenn noch zu viele unbezahlte Bestellungen vorliegen.

 

Was können Sie im Falle einer Ablehnung tun?

Steht Ihre bevorzugte Ratepay-Zahlungsart nicht zur Verfügung, so können Sie selbstverständlich eine andere vom Onlinehändler angebotene Zahlungsart nutzen, wie z.B. Kreditkartenzahlung.

Wenn Sie vermuten, dass die Ablehnung beispielsweise auf einem unrichtigen Dateneintrag beruht, so können Sie die Bestellung beim Onlinehändler erneut aufgeben und die richtigen Daten eintragen.

Gibt es noch offene oder unbezahlte Bestellungen, so prüfen und begleichen Sie diese bitte.

Nehmen Sie direkt Kontakt mit der Auskunftei auf und prüfen Sie, ob die dort verarbeiteten Daten aktuell und richtig sind.

Ist der Grund für die Ablehnung aus Ihrer Sicht dann immer noch unklar, so stehen wir zu Ihrer Verfügung. Bitte verwenden Sie das Kontaktformular auf unserer Website für Ihre Anfrage.

Stand: 13 März 2020

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