Produktneuheiten8. Juli 2026
Die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken: Luxushändler Unger setzt dafür auf Ratepay
Wieso Unger den Rechnungskauf mit einem guten Gefühl an Ratepay abgibt – und bereits kurz nach der Implementierung davon profitiert.

Clara Porath
Content & Communications Manager

Die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken: Luxushändler Unger setzt dafür auf Ratepay
Ein hochwertiges, konsistentes Einkaufserlebnis erschaffen – das ist die Devise für Händler:innen im Bereich Luxusfashion. Gerade im E-Commerce erwarten Kundinnen und Kunden maximale Flexibilität, eine vertrauensvolle Marke und reibungslose Prozesse entlang der gesamten Customer Journey.
Für das traditionsreiche Hamburger Modehaus Unger entstand genau hier ein strukturelles Spannungsfeld: Wie lässt sich ein etablierter, stark kundenorientierter Rechnungskauf skalieren, ohne Einbußen bei Kontrolle, Markenintegrität und Kundenzufriedenheit zu riskieren?
Unger, seit über 145 Jahren im Fashion Luxussegment positioniert und seit 2008 erfolgreich im E-Commerce aktiv, etablierte früh eine innovative Lösung: Kund:innen konnten Produkte aussuchen, zuhause anprobieren und erst im Nachgang über Behalt und Zahlung entscheiden. Das Modell „Try before you buy" – eine Art erweiterter Rechnungskauf – führte insbesondere während der Corona-Pandemie zu signifikant steigender Nachfrage.
Die Anforderungen verändern sich
Mit wachsendem Onlinegeschäft entwickelten sich auch die Anforderungen zu einer operativ zunehmend komplexen Herausforderung. Das im stationären Kontext bewährte Modell weiterhin online anzubieten, stieß zunehmend an Skalierungsgrenzen.
Das Hamburger Traditionsunternehmen verantwortete Bonitätsprüfungen, Mahnwesen und Forderungsmanagement vollständig in-house. Betrugsfälle, insbesondere durch Identitätsdiebstahl, nahmen seit 2020 signifikant zu und damit einhergehend auch die entsprechenden gesetzlichen Anforderungen.
Das Spannungsfeld: Wachstumsambitionen und der eigene Anspruch an maximale Kundenzufriedenheit erforderten eine uneingeschränkte Verfügbarkeit von Rechnungskauf innerhalb der etablierten Markenumgebung, während Risiko und operativer Aufwand eine Skalierung intern zunehmend erschwerten. Als Konsequenz schränkte Unger den Rechnungskauf regional und auf Bestandskund:innen ein – entgegen der klaren Marktentwicklung.
Mit wem könnte eine Lösung gefunden werden?
Dass ein externer Partner eingebunden werden muss, wurde immer klarer. Die finale Entscheidung dafür war dennoch kein Selbstläufer, zu groß waren die Bedenken:
Gerade im Luxussegment stehen Vertrauen und Marke im Zentrum – und werden damit auch zum maßgeblichen Bewertungskriterium bei der Auswahl von Dienstleister:innen. Die Markenwahrnehmung aus Kund:innensicht darf gerade bei sensiblen Interaktionen wie Mahnwesen und Forderungsmanagement nicht beeinträchtigt werden.
Daher sollte der gesamte Zahlungsprozess weiterhin integraler Bestandteil der Unger-Markenwelt sein und eine White-Label-Lösung wurde zur zentralen Anforderung an einen möglichen externen Partner.
Gleichermaßen sollten interne Aufwände durch eine Übergabe nach extern signifikant reduziert, nicht zusätzlich erhöht, werden.
Die Partnerschaft zwischen Unger und Ratepay beginnt
Schlussendlich identifizierte Unger mit Ratepay einen Partner, der genau diese Anforderungen präzise erfüllte. Ausschlaggebend waren insbesondere drei Faktoren:

Die Implementierung erfolgte in einem klar definierten Zeitrahmen: Vertragsabschluss im Dezember, Start der Integration im Januar und erfolgreiches Go-Live bereits zum 01. Februar 2026.

Nicht zuletzt aufgrund der engen Abstimmung beider Teams konnte das Projekt trotz notwendiger technischer Feinjustierungen fristgerecht und effizient realisiert werden.
Die positiven Ergebnisse geben Unger recht
David Jerome, Head of Operations Unger, kommentiert: „Bereits kurz nach dem Go-Live zeigten sich deutliche positive Effekte. Die interne Entlastung im Backoffice war nahezu unmittelbar spürbar, da aufwendige Prozesse rund um Mahnwesen und Forderungsmanagement entfielen. Diese frei gewordenen Ressourcen verlagerten wir gezielt in vertriebsnahe und kundenwertsteigernde Aktivitäten.“
Auch auf Seite der Kund:innen wurde die Umstellung positiv aufgenommen. Durch Ratepays White-Label Fähigkeit sind die Veränderungen im Checkout-Prozess für Kund:innen marginal – und die Anpassungen, die es gibt, begleitet Unger vor-, während und nach der Umstellung mit proaktiver Kommunikation.
Ohne den Schritt zur Zusammenarbeit mit Ratepay hätte die Entwicklung restriktiver verlaufen können: Weitere Einschränkungen beim Rechnungskauf, sinkende Verfügbarkeit und damit zunehmender Abstand zu Wettbewerb und Marktanforderungen hätten mögliche Folgen sein können.
So ist die eigentliche Wirkung für Unger nicht in der erfolgreichen Einführung eines externen Dienstleisters einzuordnen, sondern darin, dass der Fokus nun wieder dahin verlagert werden konnte, wo Unger ihn am liebsten hat: bei der maximalen Zufriedenheit der eigenen Kundinnen und Kunden.

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