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Abbruchrate im Online-Shop verringern, aber wie?

Ein positiver Nebeneffekt der Pandemie ist, dass Online-Shopping so beliebt ist wie nie zuvor. Online-Händler optimieren ihre Shops auf jede erdenkliche Weise. Die neuesten Zahlen zeigen jedoch, dass fast 9 von 10 Shopper*innen ihren Einkauf nicht abschließen.

Das vergangene Jahr hat uns viel gelehrt und uns Anlass dazu gegeben, einige unserer Gewohnheiten zu überdenken. Eine davon ist das Online-Shopping, das für die meisten von uns während der Corona-Zeit zu einem entscheidenden Begleiter geworden ist. Eine kürzlich von Capterra durchgeführte Studie zeigt, dass 23 Prozent der Käufer*innen im Vergleich zu prä-pandemischen Zeiten häufiger online kaufen. 16 Prozent der Käufer*innen würden sogar weiterhin Artikel online einkaufen, die sie früher in einem stationären Geschäft gekauft hatten.

Trotzdem stoßen sie häufig auf Schwierigkeiten, die dazu führen, dass sie ihren Einkaufswagen verlassen oder sogar den Browser-Tab eines Online-Shops endgültig schließen. In vielen Branchen liegt die durchschnittliche Abbruchrate von Bestellvorgängen bei 88 Prozent. 88! Dies sollte für jeden Online-Händler ein lauter Weckruf sein.

Es gibt viele Gründe, warum Online-Käufer eine Bestellung beginnen, diese aber letztendlich abbrechen. Preisvergleiche oder die Suche nach einem Rabatt können externe Gründe sein, die Online-Shops niemals vermeiden können. Es ist jedoch vergleichsweise einfach, technische und prozessbezogene Probleme wie benutzerfreundliche Oberfläche, Checkout-Prozess, Vertrauen in den Shop und Datenschutz zu lösen.

Noch wichtiger ist: Einer der Hauptgründe für ein schlechtes Einkaufserlebnis ist das Fehlen der von den Käufer*innen gewünschten Zahlungsoption.

Händler und Marktplätze sollten berücksichtigen, dass die Zahlungspräferenzen der Käufer je nach Region unterschiedlich sind. In China sind es Alipay und WeChat Pay, während in Brasilien und Russland Kartenzahlungen und in vielen europäischen Märkten PayPal führend sind. Darüber hinaus bevorzugen Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz traditionelle BNPL-Zahlungsoptionen wie offene Rechnung und Lastschrift.

Neben den regionalen Aspekten gilt es einige Fragen zu beantworten, um Ihre Zahlungsoptionen perfekt zu konfigurieren. Zum Beispiel:

Möchten Sie lieber eine andere Zahlungsmarke in Ihrem Checkout integrieren oder eine White-Label-Lösung verwenden, die Ihre eigene Marke stärkt?
Können Sie die gesamte Wertschöpfungskette des Zahlungsverkehrs selbst abwickeln oder möchten Sie, dass ein Zahlungsexperte übernimmt, um sich auf Ihr Kerngeschäft zu konzentrieren?
Würden Sie Ausfallrisiken einer 100-prozentigen Auszahlungsgarantie vorziehen?
Wie können Sie mithilfe künstlicher Intelligenz Ihre Annahmequote erhöhen?
Wie kann der customer lifetime value auch nach dem Bezahlen erhöht werden?

Die richtige Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten ist mit Sicherheit ein richtiger Weg, um die Abbruchrate an der Kasse zu senken. Darüber hinaus handelt es sich um eine strategische Entscheidung, die sich auf Ihre Conversion-Rate, die Kundenzufriedenheit und damit auf den customer lifetime value auswirkt. Angesichts der wachsenden Zahl von Online-Käufen sollten Zahlungsthemen auf der Tagesordnung des Top-Managements jedes Unternehmens stehen.